Impulse

Zeit für Strategie

Zeit für Strategie

Zuerst wollen wir es nicht wahrhaben, dann suchen wir nach Dingen, die uns irgendwie über die Runden kommen lassen, und erst wenn wir die Veränderung akzeptiert haben, sind wir in der Lage, uns an die Gestaltung des Neuen zu machen und wieder das Ruder in die Hand zu nehmen für den nächsten Kurs – Krisenbewältigung verläuft in Phasen. Das verhält sich bei Corona nicht anders als bei persönlichen Krisen wie beispielsweise einer Trennung. Nur dass wir bei einer Pandemie besser nicht exzessiven Sport oder Alkohol

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Haben wir das mit der Agilität wirklich ernst gemeint?

Haben wir das mit der Agilität wirklich ernst gemeint?

Probleme sind Herausforderungen und Krisen sind Chancen? Angesichts von Corona klingen diese phrasenhaften For­mu­­­­lierungen mehr als unpassend. Keiner von uns hätte einen solchen „Anstoß“ gebraucht. Was hat sich verändert? Menschen arbeiten verteilt, der persönliche Kontakt ist dabei stark reduziert, die Kommunikation ergibt sich nicht mehr zufällig, bisherige Pläne ändern sich radikal, neue Pläne müssen immer wieder revidiert werden, die gesamte Lage ist schwer einzu­­schätzen. Neue Lösungen erfordern das Zusammenspiel unterschiedlichster Disziplinen, die möglicherweise vorher noch nichts miteinander zu tun hatten und Führungskräften bleibt nun aus

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Pippi Langstrumpf und der Double Diamond

Pippi Langstrumpf und der Double Diamond

Anspruch und Wirklichkeit. Auf den klassischen Folien sieht der „Double Diamond“ * immer so perfekt aus. Ein Idealbild zweier gleichgewichtiger Phasen, bei denen die Beschäftigung mit dem „Problemraum“ dasselbe Gewicht hat wie die mit dem „Lösungsraum“. „Doing the right thing before doing things right.” Soweit die Theorie, doch warum weicht die Praxis offenbar immer wieder so eklatant davon ab? Die Darstellung von @erickmohr, die @andybutt kürzlich auf Twitter geteilt hat, bringt nur auf den Punkt, was wir selbst immer wieder in Unternehmen erfahren: Fehlende Einsicht?

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„Fehlerkultur“: Vom Unterschied zwischen Failing und Mistake

"Fehlerkultur": Vom Unterschied zwischen Failing und Mistake

Fuckup-Night bei den Service Design Drinks Nürnberg #16. Das Scheitern im Kleinen und im Großen. Schließlich ist „Fail fast, fail often!“ eines der Design-Thinking-Prinzipien. Das große Problem dabei ist, dass wir „fail“ konsequent falsch übersetzen! Und damit beginnt das fatale Missverständnis rund um agiles Arbeiten. Wir reden nämlich über Fehler und über eine sogenannte Fehlerkultur. Fehler sind im Englischen aber „mistakes“ und genau um die geht es eben nicht! Fehler gilt es zu vermeiden – heute genauso wie früher Gerade in Zeiten, in denen die

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„Service Design Thinking wird die Welt nicht retten – also lieber weg von der Ego-User-Centricity?“

"Service Design Thinking wird die Welt nicht retten – also lieber weg von der Ego-User-Centricity?"

Design Thinking – oder schlimmer noch ein Design Thinking Workshop – wird in Unternehmen gern mal hergenommen als die Lösung für jede Art von Problem. Selbst bei gesamt­gesell­schaftlichen Herausforderungen, ja sogar in der Politik – so liest man in vielen Posts oder Tweets – sollte man doch bitte schön auf das Allheilmittel Design Thinking zurückgreifen. Mit den unterschiedlichen Perspektiven und den heterogenen Teams würde man so ganz sicher zu den dringend notwendigen Lösungen kommen. Ich will hier gar nicht auf die methodische Umsetzung von Design Thinking

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Service Design: Hinsehen und Gestalten

Service Design: Hinsehen und Gestalten

„Wenn du kaum Zeit und Budget für dein Service Design Vorhaben hast, dann lass alles weg – bis auf den Research!“ Wohl wissend, dass ein gelungener Research die Kraft und das Potenzial hat, alle weiteren Schritte auf den Weg zu bringen, ist das der Rat der Service-Design-Essential-Coaches unseres jährlichen Service Design Summits. Denn ein gelungener Research inspiriert und motiviert die Menschen und überträgt die daraus entstehende Energie ins Projekt. Ein Grund mehr, ihn nicht an Dritte zu delegieren. Wenn wir im Erforschen also offen waren für

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Kundenzentrierung ist noch lange kein Research

Kundenzentrierung ist noch lange kein Research

Kundenzentrierung wird langsam Allgemeingut und Nutzertests dabei immer üblicher. Wenn es erste Lösungsideen, Mockups oder ähnliches gibt, dann werden Nutzer beobachtet und befragt, was sie von dieser Lösung halten. Zumeist in einem User Experience (UX) Labor oder einem Teststudio. Leider viel zu oft nur mit einem einzigen Ziel: der Suche nach Bestätigung. Das Projektteam schickt also seine „Erfolgsmeldung“ möglichst schnell herum und ganz oben ist zu lesen, was den Kunden gut gefallen hat. Es ist menschlich, dass wir auf Bestätigung aus sind. Irritationen und neue

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New Work: Weiterentwicklung statt Weiterbildung

New Work: Weiterentwicklung statt Weiterbildung

Das Nachdenken darüber, wie Weiterbildung wirksam und begeisternd sein kann, führte zu einem überraschenden Schluss: die Weiterbildung per se wird es womöglich gar nicht mehr geben im  Jahr 2028 – oder sogar schon früher. Unvorstellbar? Halten wir uns an das, was Graewood schon 2009 pointiert formulierte: „Change has never happened this fast before, and it will never be this slow again.” Doch wo stehen wir heute? Agilität ist in der Weiterbildung noch nicht angekommen Überraschenderweise ist das, was in Unternehmen vom Fachexperten bis zur Geschäftsführung

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Customer Obsession ist keine Wohltätigkeitsveranstaltung

Customer Obsession ist keine Wohltätigkeitsveranstaltung

Wenn es bei meinen Kunden um Kundenorientierung oder- zentrierung geht, erwähne ich gerne Jeff Bezos‘ Prinzipien. Er hat Amazon zur „Customer Obsession“ verpflichtet – anstelle von „Competitor Obsession“. Es geht ihm nicht darum, die Wettbewerber zu beobachten, sondern sich konsequent daran auszurichten, was dem Kunden nutzt oder ihm sein Leben bequemer macht. Übrigens etwas, das mir auch persönlich als Orientierung in meiner Beraterpraxis hilft. Denn wenn ich als Selbstständiger immer nur darauf achte, was andere machen und welche neuen Trends und Methoden sie umsetzen, welche

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Kundenzentrierung ist Pflicht – auch bei der Weiterbildung

Kundenzentrierung ist Pflicht – auch bei der Weiterbildung

Die Orientierung am Kunden, am Nutzer oder am Menschen – je nachdem, welche Perspektive wir einnehmen wollen – steht zurzeit hoch im Kurs. Methoden wie Design Thinking, Service Design, Customer Experience Design u.v.m. liegen im Trend und haben großen Zulauf. Dahinter steht die Erkenntnis, dass Kundenerlebnisse immer wichtiger werden. Nicht nur als Beiwerk, sondern als Differenzierungsmerkmal für Unternehmen und damit als knallharter Wettbewerbsfaktor. Dies braucht uns nicht zu verwundern. Denn schließlich leben wir in einer Welt, in der service-dominierte Geschäftsmodelle und Plattformen einen immer größeren

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